Monthly Archive for April, 2010

Nikon 105mm f1.8 AIS

Das 105mm Teleobjektiv mit Lichtstärke f1.8 ist eines der professionellen Produkte der Firma Nikon aus den 1980er Jahren. Es ist sehr solide gebaut. Die Scharfeinstellung ist seidenweich. Wie bei allen manuellen Objektiven kommt es hier jedoch auf die Schmierung an. Dies sollte man nur einer Fachwerkstatt überlassen, denn ein falsches Schmiermittel kann auf die Blende fließen und das Objektiv dauerhaft beschädigen.

Die Konstruktion besteht aus 5 Linsen, die in 5 Gruppen angeordnet sind. Generell gilt: Je weniger Elemente eingesetzt werden, desto höher der Kontrast, denn Reflektion an jedem einzelnen zusätzlichen Element verringern den Kontrast. Daß diese Regel selbst bei Objektiven mit Mehrschichtenvergütung noch gilt, zeigt dieses beispielhafte Tele. Der Kontrast ist bereits abgeblendet auf f2.8 sehr hoch. Auf Dias sieht das Bild sehr plastisch und dreidimensional aus. Bereits bei Blende f5.6 ist das Bild für meine Ansprüche optimal. Bei weitoffener Blende f1.8 legt sich ein Schleier über das Bild, der Kontrast ist hier deutlich niedriger, ich vermute Streulicht. Aber schon bei Blende f2 ist die Qualität gut.

Die hohe Lichtstärke hat aber auch Nachteile. An Stellen mit starken Konstastunterschieden, z. B. bei Sonnenschein im Freien, zeigt sich ein violetter Rand, dies sowohl auf Film als auch an Digitalkameras. Dies mindert den Qualitätseindruck etwas, ist aber auch nicht der ideale Einsatzort für so ein lichtstarkes Objektiv. Es glänzt vielmehr bei Innenaufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Im Vergleich mit dem kleinen Bruder, dem legendären 105mm f2.5, ist das Sucherbild heller und die Scharfeinstellung daher präziser. Ich würde nicht soweit gehen zu sagen, daß man bei Blende 1.8 mit einer Spiegelreflexkamera absolut exakt scharfstellen kann, aber die Einstellung wird genauer sein für Blende f2 oder f2.8 als mit dem f2.5-Objektiv.

Aufbau: 5 Elemente in 5 Gruppen

Note bei Photodo: 4.4

Hier ein Foto, aufgenommen bei Blende f2 mit Nikon D2H: